PSP-Artikel
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Am 20.12.04 war es soweit: Die am 12.12.04 erschienene Sony PSP traf bei mir ein.
Was habe ich nicht alles gelesen an Gerüchten, zweifelhaften Tests und Fehlern in den Tagen seit dem offiziellen Start. Doch jetzt konnte ich mich selbst davon überzeugen. Um euch auch einen Überblick zu verschaffen haben wir nun auch von der PSP losreissen können und einen Testbericht geschrieben.
In einem unscheinbaren Paket kam sie an, die langersehnte PSP. Als ich das relativ kleine Teil (sieht auf den Fotos immer so groß aus) in der Hand hielt, sah ich den Mini-Knubbel der ein Analogstick sein soll. Ich dachte "Ob das funktioniert ?". Und ganz groß oben drauf eine DEMO-UMD (siehe weiter unten). Also erstmal 2:30 Stunden laden. Ein Glück: Nach ca. 1 Stunde und 50 Minuten zeigte die PSP schon an das sie vollgeladen war (die Power-LED erlischt).
Nix wie anschalten. Es folgte innerhalb von 3-4 Sekunden der Installationsprozess beim ersten Einschalten. Dort kann man seinen Namen angeben, das Datum und die Uhrzeit einstellen, die Sprache wählen uns so weiter. Die Import-PSP aus Japan kann man auch auf Englisch umstellen, so das die Bedienung der Oberfläche einfach ist. Die Spiele sind aber eben in Japan fast alle nur japanisch (ist ja nicht wie bei uns wenn man froh sein muss wenn ein Spiel in deutsch ist).
Dann ist man auf der Oberfläche (XMB genannt). Diese ist im Dezember Rot und ändert sich je nach Monat (überprüft!). Dort sieht man die Auswahlmöglichkeiten: Einstellungen, Foto, Musik, Video, Spiel. Diese sind jeweils noch mal unterteilt in UMD und MemoryStick. Die UMD ist eine Art DVD nur viel kleiner und mit einer Speicherkapazität von 1,8 GB. Zum abspeichern von Spielständen, MP3/Atrac-Musik, Fotos (JPEG), und Videos kann man einen MemoryStick DUO, MemoryStick Pro DUO jeweils mit und ohne MagicGate, in die PSP einlegen. Z.Zt. gibt es Sticks bis 1 GB, größere werden bald folgen. Ein kleiner 32MB Stick im schwarzen PSP Design liegt dem Value Pack für umgerechnet ca. 250 Euro bei (nur die PSP etwa 195 Euro). Auch mit im Pack waren ein Kopfhörer mit Fernbedienung, eine Trageschlaufe und ein Etui in die man die PSP einschieben kann.
Als erstes schnell die DEMO-UMD rein und die Musik-Videos geschaut.
Mir blieb die Spucke weg. Die viele Bilder und Videos von der PSP können nicht annähernd die Qualität des Displays wiedergeben. 16:9 TFT 470 * 272 Pixel in gestochen Scharfer, brillianter Qualität. Die Helligkeit kann man in 3 verschiedenen Stufen einstellen. Ich wählte die niedrigste Helligkeitsstufe, da diese bereits so hell ist, das man in normalen Räumen perfekt spielen und sehen kann. Nur wenn die Sonne stark einfällt muss man heller schalten.
Was da an Qualität vor meinen Augen ablief musste ich erstmal realisieren. Hallo ? Das ist ein Handheld. Ruckelfrei und ohne Artefakte (Blockbildung) wurden auch die aufwendigsten Videoteile gemeistert (Wildwasser, schnelle Bewegung, blitzende Lichter).
Das muss man gesehen haben, beschreiben kann man es nicht richtig.
Die iTunes-Benutzer unter uns wird es freuen das die Cover-Bilder der MP3s auf der PSP Oberfläche sichtbar sind. Mac-kompatibel ist der PSP dank USB-Mass Storage auch. Es wird allerdings ein FTP-Programm (z.B. Captain FTP) empfholen, da sonst Dateien mit "._" am Anfang mitkopiert werden, die als "corrupted" in der PSP-MP3-Liste auftauchen, und dort gelöscht werden können. Die .DS_Store Dateien werden ignoriert und stellen kein Problem da.
Ridge Racers
Das Spiel das mitkam in der Lieferung war Ridge Racers. Auch hier staunte man erstmal beim Intro-Video in dem die hübsche Reiko mal wieder mit den Gefühlen der Rennfahrer spielt. Doch Der Vorpann sagt nie viel über das Spiel aus. Also weiter, und durch die Menüs zum Einzelrennen. Egal welches Auto ich will das Spiel sehen :). Und...ich werde nicht enttäuscht. Realistische Grafik, absolut ruckelfrei, und ein klasse Geschwindigkeitsgefühl. Sehr viele Musikstücke stehen zur Auswahl die in verschiedenen Alben zusammengefasst sind. U.a. auch die klassischen Lieder aus dem allerersten Ridge Racer der PSOne. Da das Spiel im Internet schon ausgiebig getestet wurde, kann man es kurz und schmerzlos sagen: Grafisch gesehen spitzenmässig. Ein Lied mit einigen springern uns Aussetztern (mehrmals abgespielt, immer die gleichen Fehler. Muss wohl schon falsch gespeichert sein). Spielerisch so wie man es von Ridge Racer erwartet, sehr aktionslastig ohne Schadensmodell. Wenn man bedenkt das dieses Spiel nur auf einem Emulator programmiert wurde, ohne das die Entwickler eine PSP hatten, ist es schon genial, denn auch so übertrifft das optische und die Geschwindigkeit die PS2-Version bei weitem. Nach 5 Minuten tat mir schon der Daumen der rechten Hand weh. Bleidaumen :) ?. Das halten der PSP ist nicht 100% ideal. Vielleicht muss sich meine Hand erst an die Haltung gewöhnen, so wie bei jedem neuen Joypad.
| Grafik | 8 von 10 |
| Sound | 7 von 10 (1 fehlerhaftes Lied sonst 9) |
| Spielspass | 6 von 10 (Autorennen eben) |
| Gesamteindruck | 8 von 10 |
Akku
Das wohl am häufigsten diskutierte Thema bei der PSP ist der Akku. Horror Akkuzeiten sind zu lesen von 90 min. Ridge Racers und so weiter. IGN.com hat ja schon einige "Battery-Journals" gemacht, die aber offenbar auf taube Ohren stoßen. Deswegen haben auch wir den ersten Lade/Nutz-Zyklus genau notiert, um zu erfahren wie es mit der Leistung genau aussieht. Dazu wurde folgende Einstellungen benutzt: Helligkeit Minimum, Lautstärke 1/3, WIFI aus.
| Zeit | Min. | Aktion |
| 12:42 | 19 | Einstellungen. Videos geschaut. |
| 13:01 | | In Stand-By (Sleep) geschalten. |
| 13:08 | 9 | Videos geschaut |
| 13:17 | 28 | Ridge Racers gespielt |
| 13:45 | 50 | USB-Daten übertragen, MemoryStick, MP3-Player und Foto getestet |
| 14:35 | 60 | Akkuanzeige: 82% Restzeit: 5:19 Std. Ridge Racers gespielt | |
| 15:35 | 25 | Videos (Demo UMD), Menutests u. Einstellungen |
| 16:10 | | Stand-by (Sleep) Modus |
| 18:30 | 36 | MemStick Video-Test, Video geschaut |
| 19:06 | | Stand-by (Sleep) Modus |
| 19:29 | 42 | Akku: 44% Rest: 2:27 Ridge Racers gespielt. | |
| 20:11 | 10 | Akku 31% Rest: 1:41 MP3 und Foto Test | |
| 20:21 | | Ausgeschaltet |
| 10:40 | 72 | nächster Tag; MP3-Praxistest unterwegs, mit Fernbedienung, ohne Displayanzeige |
| 11:52 | 47 | Power-LED blinkt Akku 10% Rest: 0:30. Weiter MP3 | |
| 12:39 | | PSP schaltet sich ab. Akku leer. |
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| Gesamt | 398 | Akkuzeit 6,6 Stunden. |
Zusammengefasst: Die PSP war 6,6 Stunden in Betrieb. Davon wurden 2 Stunden und 10 Minuten Ridge Racers gespielt.
Wenn man bedenkt das dies die Erstladung des Akkus war (LI-Akkus halten nach 2-3 maliger Entladenung und vollem wiedraufladen etwa 5% länger), ist es eine enorme Leistung, wenn man das Display und die UMD (optisches Laufwerk) in Betracht zieht. 1800 mAh bringt der Akku auf die Beine. Wenn man sich das Display mal anschaut, sieht man sehr schnell das die Qualität an die eines guten Notebook-TFTs heranreicht. Von daher ist die Betriebszeit schon erstaunlich.
Allerdings muss man sehen, das es sich ja um einen Handheld handelt, und da fällt die Akkulaufzeit auf den unteren Teil ab, deutlich unter Durchschnitt. Zweitakkus sind angekündigt. Wenn man die Leistung mit der Akkuzeit in Verhältnis setzt ist die Akkuleistung sehr gut. Das komplette Aufladen dauert etwa 2 1/2 Stunden.
Fazit
Die PSP ist eine neue Dimension in Sachen Handheld. Minimalistische Grafik und schwacher Sound gehört der Vergangenheit an. Ob als MP3-Player, Fotobetrachter, Spielegerät oder Video-Player, die PSP überzeugt in jeder, der ab Werk eingebauten Funktionen. Böse Gerüchte von minimalen Akku-Laufzeiten und generellen Defekten (Knöpfe etc.) erwiesen sich als "Grimms Märchen" (3 mal auf Holz klopf). Das Zubehör im Value Pack ist sehr nützlich und funktionell. Die Handhabung ist durch die Größe nicht immer ganz einfach (schmerzende Hände), der unscheinbare Analog-"Knubbel" bewährt sich bei Ridge Racers als gute Steuerung (wer das digitale Steuerkreuz nutzt ist selbst Schuld), die Geschwindigkeit und die flüssige Grafik ist atemberaubend. Man kann alle Videos und Bilder vergessen. Die wahre Qualität des Displays sieht man erst wenn man es in der Hand hat. Das erklärt auch die Akkulaufzeiten. Mit 4-6 Stunden angegeben, kann man auf anhieb auch mehr erreichen (6,6 Stunden in unserem Test). Aber dennoch ist bei hoher Dauerbelastung mit Ridge Racers nach knapp 4 Stunden Schluss (laut ign.com). Die Ersatzakkus gibt es ja schon, aber dennoch kann man hoffen das es stärkere Akkus geben wird, oder das von Sony angekündigte externe Akkupack.
Weitere Tipps
Um Videos auf den MemoryStick zu bekommen muss man das Verzeichnis "MP_ROOT" im Hauptverzeichnis des Sticks erstellen, dann in diesem Verzeichnis ein weiteres mit dem Namen "100MNV01". Dort kann dann die Datei im Format "M4VXXXXX.MP4". Das "XXXXX" steht dann für die Nummer der Datei, z.b. die erste "M4V00001.MP4" und so weiter. Alles mit Großbuchstaben. Das Format ist h.264 (genauere Infos folgen), aber hier gibt es ein Trailer der im 3ivx Format ist. Und der ist abspielbar (!).